Die Absicht der Stadt Friedrichshafen, im Bereich
des jetzigen Landschaftsschutzgebiets Friedrichshafen-Fischbach
von einer schweizer Investorengruppe ein 60-Zimmer-Hotel mit zugehörigem
Gesundheitszentrum und angeschlossenem Thermalbad bauen zu lassen,
lehnt die ödp weiterhin entschieden ab. Die Befürchtungen
und Ängste der zahlreichen kritischen Bürger, die sich
seit Monaten in unzähligen Leserbriefen in der Lokalpresse
unübersehbar ausdrücken, sind durchaus berechtigt. Für
den kurzfristigen Reiz des Neuen nimmt die Mehrheit des Gemeinderats
den Verlust unwiederbringlicher Schätze in Kauf, um die uns
andere beneiden. Die Argumente dagegen sind vielfältig:
- Gefährdung hunderttausender Zugvögel durch Vogelschlag
(siehe Stellungnahme zur Mißachtung
des "Vogelschlaggutachtens" durch den Häfler Gemeinderat.
- Aufhebung des Landschaftsschutzgebiets
mit der Zerstörung eines der wenigen, im Bereich Friedrichshafen
noch erhaltenen naturnahen, idyllischen Plätze am Bodensee
- massive Beschneidung des dortigen See-
und Freibades, eines der schönsten weit und breit
- Verlust eines preiswürdigen, auch
für Familien erschwinglichen Freizeitangebots
- das Projekt, das zum Teil höher
ist als der Fischbacher Kirchturm, stellt einen massiven Eingriff
in das Ortsbild dar
- verstärkte Verkehrs- und damit auch
Lärmbelastung der Anwohner durch den erhofften Zustrom zahlreicher
Gäste von nah und fern
- Zuparken weiter Teile Fischbachs, wenn
die vorgesehene Zahl von Auto-Abstellplätzen nicht ausreicht
- Die Planung steht im Widerspruch zum
Bodenseeleitbild: keine neuen Bauprojekte im Uferbereich, die
nicht zwingend auf den See angewiesen sind (ein Hotelkomplex mit
Gesunheitszentrum, selbst ein Thermalbad sind eindeutig nicht
auf den See angewiesen)
- das Projekt könnte Nachahmer finden,
so dass am gesamten Seeufer mit weiteren Baumaßnahmen zu
rechnen ist, mit massiven Einschnitten für die Natur, aber
auch für den Freizeit- und Erholungswert
Diese Argumente
lassen nur einen Schluß zu:
Ja zum
Landschaftsschutzgebiet Ja zum Fischbacher Freibad
Nein zum
geplanten Standort des Colani-Bads
(Siehe auch die Pressemitteilungen vom
23. Januar 2000,
29. Februar 2000 und 16.
Mai 2002, die Leserbriefe
vom 20. September
2000, 16. Januar
2002, 6.
Februar 2002 und 1.
März 2002 und und die Karikaturen
von Gerdi Spengler) |