Kreisverband Bodenseekreis

Eine Chance vertan:

zur Ignorierung des Vogelschlaggutachtens durch den Häfler Gemeinderat

Mit seiner Weigerung, die Erkenntnisse und Forderungen des sogenannten Vogelschlaggutachtens zum geplanten Thermalbad in Friedrichshafen-Fischbach ausreichend umzusetzen, hat der Häfler Gemeinderat die vielleicht letzte Chance vertan, das unter naturschützerischen, sozialen und finanziellen Gesichtspunkten gleichermaßen umstrittene Spaßbad mit Gesundheitszentrum neu zu überdenken und eine für alle verträgliche Lösung herbeizuführen - unter Berücksichtigung heutiger Erkenntnisse und der Bedürfnisse der einheimischen, besonders der Fischbacher Bevölkerung!
Der Gemeinderat hat vielmehr wieder einmal ein ihm unangenehmes Gutachten ignoriert, obwohl es schon vorher auf Betreiben der Stadtverwaltung in einigen Positionen deutlich verwässert worden war im Vergleich zur ursprünglichen Fassung: So war unter anderem die ursprünglich geforderte Längsausrichtung der Erlebnisbäder ebenso gestrichen worden wie die Verringerung der Bauhöhe der einzelnen Gebäude (es wurde im Gegenteil die maximale Bauhöhe um 1 m auf 19 m angehoben!!!). Verbleibende Forderungen wie die Höhenverringerung des "Wassertropfens" auf 20 m sind im Gemeinderatsbeschluss nicht wiederzufinden.
Was letztlich an Folgerungen aus dem Vogelfluggutachten bleibt, ist die Anpflanzung von zusätzlichen Bäumen als "Riegel" und die regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit dieser Maßnahme - auf Kosten der Stadt Friedrichshafen. Nachdem die Stadt schon die Kosten für das Aufheizen des zu kalten "Thermalwassers" von fast einer Million Euro im Jahr zahlen muss, wird dieses Projekt für die Stadt Friedrichshafen, und damit für die Bürger, somit immer teurer.