+++ Pressebericht vom 2. August 1998 +++
ödp bleibt bei "Nein" zum Planungsfall 7
Mit der symbolischen
Übernahme von Baumpatenschaften auf der geplanten Trasse des Planungsfalls
7 im Brochenzeller Wald hat der Kreisverband der Ökologisch-Demokratischen
Partei (ödp) nochmals seine Ablehnung dieses umstrittenen Projekts deutlich
gemacht. Die ödp steht damit weiterhin voll hinter der überparteilichen
Bürgerinitiative "Bessere Umgehung Meckenbeuren" (BUM), die
diese Baumpatenschaftsaktion initiiert hat.
Die Teilnehmer der Aktion nutzten die Möglichkeit, sich vor Ort über
die Problematik der Meckenbeurer 'Westumgehung zu informieren. Ödp-Kreisrat
Sigbert Locher, vom Beruf Förster, wies auf einer kurzen Waldführung,
die einige neuralgische Punkte der geplanten Trasse berührte, auf die
davon zu erwartenden Schäden und Gefahren für Mensch und Umwelt
hin: Die Realisierung dieses Straßenbauprojekts würde eines der
letzten noch vorhandenen größeren zusammenhängenden Waldgebiete
der Region zerschneiden und damit einen wichtigen, unersetzbaren Naherholungsraum
für die Bevölkerung zerstören.
Angesichts des Vorhandenseins
von besseren Alternativen, wie die von Umweltverbänden geforderte Förderung
von anderen Verkehrsträgern oder die Devise "Ausbau vor Neubau"
im Straßenbereich, die mit deutlich weniger Flächen- und Naturverbrauch
auskommen, ist das starre Festhalten der Verantwortlichen an der West-Trasse
völlig unverständlich, so Max Mack vom ödp-Kreisvorstand. Auch
mit der vorgeschlagenen abgeänderten Variante der Westumgehung, die etwas
weiter östlich verläuft und weniger Wald- und Naturfläche zerstören
würde, kann sich die ödp nicht anfreunden: hier wird der geringere
Naturverbrauch erkauft mit einer stärkeren Belastung der Anwohner mit
Lärm und Abgasen. Ein gegeneinander Ausspielen von Natur- und Bürgerinteressen
darf es nach ödp-Auffassung in dieser Frage aber nicht geben. Für
die ödp ist jedenfalls in dieser Angelegenheit noch nicht das letzte
Wort gesprochen, so das Resümee dieses Tages.