+++ Pressebericht vom 23. September 1998 +++
vom Generationenbetrug zum Generationenvertrag
ödp stellt ihr Konzept einer gerechten Familien- und Rentenpolitik vor
Die Weiterentwicklung
unseres Rentensystems "vom Generationenbetrug zum Generationenvertrag"
forderten die Bundestagskandidaten der Ökologisch-Demokratischen Partei
(ödp) Ruth Bärenweiler und Karl King in Friedrichshafen.
Nach Untersuchungen von Familienverbänden ist unser Rentensystem Hauptursache
für den unterschiedlichen Lebensstandard von Eltern und Kinderlosen,
auch schon in der Familienphase. Mit einem Vergleich der Situation vor Einführung
dieses Systems mit heute machte Ruth Bärenweiler dies deutlich: Während
damals Eltern im Alter von den "Investitionen" in ihre Kinder lebten,
mußten Kinderlose stattdessen rechtzeitig Kapital ansammeln, hatten
deshalb also einen ähnlichen Lebensstandard. Mit Einführung unseres
Rentensystemes hat sich die Situation grundlegend geändert: Jetzt haben
auch Kinderlose im Alter Anspruch auf volle Unterstützun durch die nachfolgende
Generation. Die ersatzweise Ansparung von Kapital ist folg]ich nicht mehr
zur Sicherung des Lebensabends notwendig. Dadurch steigt ihr Lebensstandard
während ihrer Erwerbsphase gegenüber Eltern deutlich an und bleibt
aufgrund höherer Renten auch im Alter höher.
Diese Schieflage
will die ödp ändern durch einen echten Generationenvertrag, bei,
dem nur noch jene Ansprüche an die folgende Generation stellen können,
die sich an den Erziehungskosten beteiligt haben. Ermöglicht werden soll
dies unter anderem durch eine stärkere finanzielle Anerkennung der Kindererziehung
aus Steuermitteln, durch die auch Kinderlose ihren Anteil leisten.