+++ Leserbrief vom 1. Februar 2005 +++
Bürger in Eriskirch enttäuscht
Seit 13.12.03 wälzt
sich der Lärm der neuen B31 an Tannösch und Mariabrun vorbei.
Eine Bürgerinitiative "Bürger für Lärmschutz"
wird gegründet, 300 Unterschriften Betroffener (im Rathaus vorgelegt)
führen zu ersten Gesprächen. Am 16. März 04 kommen fast
120 Bürger zum Lärm-Info-Abend der ödp. Video, Gesundheitsrisiken,
LKW-Mengen, Lärmwand und als "heißes Thema": neueste
Ergebnisse des Gesprächs der BI und der Rathausvertreter mit dem
Straßenbauamt und dem Regierungspräsidium, das am selben Tag
stattgefunden hatte.
Alle waren voller Hoffnung! Man hört uns an. Man wird den
Lärm neu messen (1. Gutachten ist vom Januar 1985), den aufgetragenen
Straßenbelag prüfen, den LKW-Anteil exakt kontrollieren, Tunnelausgänge
nachbessern. Die Verkehrszählung wird für Sommer 2004 versprochen.
Briefe vom Rathaus, von der BI folgen. Pause. Erst nach 3 Monaten
antwortet das Regierungspräsidium im Juni 04: Der Belag sei entgegen
der Bauanweisung nicht lärmmindernd aufgebracht worden. Man
wird die Fahrzeuge "neu zählen", man wird den Lärm
ohne Abzug eines lärmmindernden Wertes von 2 dBA neu berechnen
lassen und "die sich ggf daraus ergebenden notwendigen Lärmschutzmaßnahmen
dem Bund zur Genehmigung vorlegen." (Zitatende)
Die Besprechnung mit neuen Zahlen wird für den Herbst 2004 angekündigt
....
Was tut die BI? Vertrauen beweisen. Geduld zeigen. Betroffene trösten.
Lärm ertragen. Fahrzeuge getrennt nach PKW und LKW zählen. Weit
über 30% LKW-Anteil! Und das noch vor der Einführung
der Maut! Am 1. Oktober 04 Brief der BI: Wo bleibt unser Gespräch?
Keine Antwort bis 2. November, nun erneut Ankündigung eines Termins
"nach Vorliegen der aktuellen Verkehrsmengen, die wie besprochen
erhoben werden und die zu neuer Lärmberechnung führen".
Man erfährt, dass man bei der Behörde "den LKW-Anteil nicht
herausfiltern konnte". Na sowas!
Inzwischen war mehrmals Messe in FN, Lärm total! Erste Bürger
verkaufen ihre Häuser, ziehen um, klagen über gesundheitliche
Schäden durch Lärmstress. Keine Antwort aus Tübingen. Dez
04. Jan 05. Nichts. Diese sträfliche Verhaltensweise einer Behörde
gegenüber Zusagen ist bedenklich! Der Bürgermeister macht Ende
Jan. 05 seinem Ärger Luft, es sei viel Mißtrauen entstanden
bei den Bürgern! Die BI wendet sich an die Behörde und drängt
auf einen Termin, gerade angesichts der steigenden Zahl von LKWs, die
die Autobahnmaut "umfahren" auf der B31. Ist das "Bürgernähe",
Glasnost, Mehr Demokratie? Unsere Geduld ist nicht aus Gummi. PROTEST!
Einspruch, euer Ehren.
Gerdi Spengler
(in der BI und ödp)