+++ Pressebericht vom 21. März 2005 +++
Sendemast im Seewald: ödp fordert sofortiges Handeln
Kommunen haben eine Fürsorgepflicht gegenüber den Bürgern
Im Kampf gegen den
geplanten Sendemast im Friedrichshafener Seewald und für einen gesundheitsverträglich
gestalteten Mobilfunk steht die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp)
ohne Einschränkung auf Seite der Bürgerinitiative und damit
auf Seite der Bürger.
Das ist das Ergebnis des letzten ödp-Treffens in Friedrichshafen,
auf dem die Stadträtin und Kreisvorsitzende Sylvia Hiß und
die Kreisrätin Annedore Schmid von der Informationsveranstaltung
der Bürgerinitiative am vergangenen Dienstag berichteten, auf der
unter anderem über neueste Erkenntnisse über die von Mobilfunksendern
ausgehenden gesundheitlichen Risiken informiert wurde. Angesichts dieser
Erkenntnisse fordert die ödp die Verantwortlichen auf, nicht mehr
länger abzuwarten, bis auch die allerletzten Zweifel an der Seriosität
dieser Untersuchungen widerlegt sind, sondern sofort zu handeln. Schließlich
stehen die Kommunen in einer Verpflichtung: sie haben eine Fürsorgepflicht
gegenüber den Bürgern. Das auch von OB Büchelmeier in der
Bürgerfragestunde vorgebrachte Argument, die Gemeinden könnten
angesichts der gesetzlichen Lage und der bestehenden Grenzwerte in dieser
Frage nichts unternehmen, lässt die ödp nicht gelten. Das Beispiel
Überlingen, wo erst vor kurzem ein ähnlicher Sendemast abgelehnt
wurde, beweise klar das Gegenteil.
Die ödp wird weiterhin in Kontakt mit der "Bürgerinitiative
gegen den Sendemast im Seewald" bleiben, wie sie schon bisher einen
engen Kontakt mit dem Mobilfunk-Regionalforum Bodensee-Oberschwaben pflegt.
Der ödp-Kreisverband bietet auf seiner Homepage www.oedp-fn.de eine
Plattform, auf der sich besorgte Bürger über dieses Thema ausführlich
informieren können, über die Problematik im allgemeinen ebenso
wie über neue Entwicklungen hier in Friedrichshafen und über
aktuelle Termine. "Denn ein funktionierender Informationsaustausch
ist Voraussetzung für jede weitergehende Initiative", so Sylvia
Hiß. "Deshalb informieren wir uns als ödp bei den Bürgern
- wie auf der angesprochenen Veranstaltung der Bürgerinitiative -
und wir bieten den Bürgern die Möglichkeit, sich bei uns zu
informieren."
Unabhängig vom weiteren Verlauf der Dinge appelliert die ödp
an alle Bürger, aufgrund der gesundheitlichen Risiken unnötige
Gespräche mit dem Handy zu vermeiden und sich bei den verbleibenden
Gesprächen kurz zu fassen. Denn der Ausbau der Sendeanlagen und damit
die Belastung der Bürger orientiert sich an der Nachfrage, also an
Zahl und Dauer der Gespräche.