+++ Pressebericht vom 8. April 2001 +++
ödp gegen Massentötung von Rindern
Breite Zustimmung in Bevölkerung bei Unterschriftenaktion
Auf große Zustimmung in der Bevölkerung
im Bodenseekreis ist die Unterschriftenaktion der Ökologisch-Demokratischen
Partei (ödp) gegen die mittlerweile angelaufene Massenvernichtung
von 400.000 gesunden getesteten Rindern in Deutschland gestoßen.
Während des Landtagswahlkampfes hat die ödp unter anderem in
Friedrichshafen, Überlingen und Markdorf an zahlreichen Informationsständen
Unterschriften gesammelt.
Bei keiner bisherigen Unterschriftensammlung war die Bereitschaft zu unterschreiben
so groß wie diesmal", so die übereinstimmende Beobachtung der
beiden ödp-Landtagskandidatinnen Annedore Schmid und Sylvia Hiss
nach Abschluß der Aktion. Dies zeigt nach Auffassung der beiden
ödp-Politikerinnen deutlich, dass diese Aktion nochmals neu überdacht
werden sollte.
Auf den Unterschriftenlisten, die mittlerweile der Bundesministerin für
Verbraucherschutz und Landwirtschaft übergeben worden sind, fordert
die ödp neben den Stopp dieser Vernichtungsaktion auch die Beteiligung
der Futtermittelhersteller als einer der Hauptverursacher der BSE-Krise
an den Kosten zur Lösung der Krise.
Die ödp lehnt das Vernichtungsprogramm hauptsächlich aus drei
Gründen ab: Da sind zum einen ethische Gründe. Die Vernichtung
gesunder Tiere ist sowohl mit der Verantwortung gegenüber unseren
Mitgeschöpfen unverantwortlich, als auch gegenüber den hungernden
Menschen in vielen armen Ländern. Es ist zum zweiten eine Verschwendung
von Steuergeldern, die Zeche zahlen schließlich alle Verbraucher
und Steuerzahler. Und schließlich bedeutet dies auch eine Sinnentwertung
der Arbeit unserer Landwirte, wenn das Ergebnis ihrer Arbeit einfach vernichtet
wird.
All diese Argumente werden von der Bundesregierung ignoriert. Damit hat
sich die Regierung wieder einmal gegen die Interessen und Wünsche
der Mehrheit der Bevölkerung durchgesetzt, so Annedore Schmid und
Sylvia Hiss, wie so oft in Deutschland und besonders in Baden-Württemberg,
dem Land, das seiner Bevölkerung weit weniger demokratischer Mitbestimmungsrechte
einräumt als die meisten anderen Bundesländer oder etwa die
Schweiz.
Dies zu ändern, die Wünsche der Bevölkerungsmehrheit künftig
stärker zu berücksichtigen, ist Ziel von Mehr Demokratie e.V.,
die gerade in den letzten Tagen und Wochen mit neuen Aktivitäten
in Erscheinung getreten ist - mit besonderer Unterstützung der ödp,
personell und finanziell. So beteiligten sich an der Aktion Omnibus für
direkte Demokratie", die in der letzten Woche auch in Überlingen
und Friedrichshafen Station machte, unter anderem der ödp-Kreisvorsitzende
Roland Kaim, die stellvertretende Kreisvorsitzende Annedore Schmid, die
Häfler Ortvorsitzende Sylvia Hiss und die Häfler Stadträtin
Christine Stuckenbrock. Der Einsatz zur Durchsetzung der demokratischen
Grundrechte in Baden-Württemberg wird auch in Zukunft ein Schwerpunkt
der Arbeit de ödp bleiben, wie Annedore Schmid versicherte.