+++ Pressebericht vom 25. September 2005 +++
ödp sieht kleine Parteien im Aufwind
Sylvia Hiß: Etablierte Parteien haben an Vertrauen verloren!
Auch wenn in der
Öffentlichkeit das Ergebnis der Bundestagswahl fast ausschließlich
unter dem Gesichtspunkt diskutiert wird, wer künftig die Bundesregierung
und den Bundeskanzler stellt, zog die Ökologisch-Demokratische Partei
(ödp) bei ihrer Wahlanalyse daraus viel weiter reichende Konsequenzen:
Der insgesamt deutliche Stimmenverlust der etablierten Parteien und der
Zuwachs von Linkspartei und "sonstigen" Parteien zeigen nach
Auffassung der ödp-Kreisvorsitzenden Sylvia Hiß unmissverständlich,
dass die etablierten Parteien massiv Vertrauen in der Bevölkerung
verloren haben, da diese zunehmend nicht mehr die Interessen der Wähler
vertreten.
Diesen Trend konnte auch die massive und verfassungsrechtlich äußerst
bedenkliche Behinderung der kleinen Parteien durch die stark verkürzte
Frist zur Sammlung von Unterstützungsunterschriften nicht aufhalten,
obwohl diese Parteien deshalb in vielen Bundesländern gar nicht zur
Wahl antreten konnten. Bei künftigen Wahlen - in Baden-Württemberg
schon bei den Landtagswahlen im März 2006 - sieht die ödp, die
bei der Bundestagswahl nicht angetreten ist, deshalb gute Chancen, ihr
Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl deutlich zu verbessern, zumal sie
dann von der Familienpartei aktiv unterstützt wird. Diese will auf
eine eigene Teilnahme an der Landtagswahl verzichten und stattdessen eine
Wahlempfehlung für die ödp aussprechen, für die das Thema
"Familie" ja ebenfalls einen Schwerpunkt darstellt. Ödp
und Familienpartei streben bekanntlich eine langfristige Zusammenarbeit
bis hin zum Zusammenschluss an, um die von allen Parteien bisher stark
vernachlässigten Interessen der Familien zu bündeln. Denn bisher
wurde das Thema "Familie" zwar regelmäßig im Wahlkampf
von den etablierten Parteien als Stimmenfänger entdeckt, so Sylvia
Hiß, danach aber in schöner Regelmäßigkeit wieder
"vergessen" und die versprochenen Verbesserungen wurden nicht
umgesetzt.
Da eine verfehlte Familienpolitik aber negative Auswirkungen auf fast
alle Bereiche unseres Alltags hat, appelliert die ödp eindringlich
an Politiker aller Parteien, unabhängig vom Ausgang der Koalitionsverhandlungen,
eine neue Familienpolitik nicht länger aufzuschieben. Trotz leerer
öffentlicher Kassen wären nach Auffassung der ödp durchaus
wichtige Weichenstellungen für eine familiengerechte Zukunft machbar,
wenn ein ernster Wille bei allen Beteiligten dazu vorhanden wäre.