+++ Leserbrief vom 11. März 2011 +++
Wahlveranstaltung der ÖDP am 10.3. im GZH, Friedrichshafen
Die ÖDP lud ein ins GZH - und 60 Neugierige sind gekommen. Auch aus
Lindau, Ravensburg, Tettnang, Meckenbeuren, Konstanz...
Der junge Bundesvorsitzende Sebastian Frankenberger, Stadtrat in
Passau, "spielte" mit den sofort begeistert in ihre zugedachten Rollen schlüpfenden Gästen ein Rollenspiel, in dem man aktiv werden mußte. Und
mitdenken! Kaum einer blieb "still" auf seinem Platz, denn man mußte
mitmachen, antworten, Prozente von Umfragen schätzen, Meinung sagen,
abstimmen. So anschaulich und lebensnah haben wir noch nie Gesellschaft,
Volk, Gewerkschaft, EU-Parlamentarier, Ausschußmitglieder oder
Sachverständigenrat verkörpert!! Der Redner klebte nicht an seinem Stuhl,
sondern lief frei, redete frei, rief uns zum Mit-Denken auf, stellte
kompetent und verständlich (!!!wirklich!) dar, wie ein Volksbegehren oder
Volksentscheid abläuft (Beispiel z.B. das von ihm initiierte erfolgreiche
Volksbegehren zum "echten Nichtraucherschutz" in Bayern, dort hat er nun
oft Hausverbot in Gaststätten)
.
Er erklärte sehr anschaulich, was eine direkte Demokratie an Chancen und
Gefahren bringt (z.B. Schweiz, Minarettabstimmung) und erinnerte an das
langsame "Wachsen" von Mit-bestimmung in der Geschichte (Appenzell:
Frauen dürfen da erst seit 1996 wählen!)
Als Herr Frankenberger nach 2 Stunden lebhaften gemeinsamen Arbeitens an
diesem sonst so trockenen politischen Stoff meinte, nun sei's genug, gab
es enttäuschten Protest. Gern wären alle noch länger geblieben. Großer
Beifall. Schade, daß die kleine ÖDP nicht öfter zu einer öffentlichen
Diskussion eingeladen wird!
Gerdi Spengler aus Eriskirch
Mariabrunnstr. 59/1