+++ Leserbrief vom 26. Februar 2003 +++
zum drohenden Irakkrieg
Ich als Christ: Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern
der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit (Bibelwort aus 2. Tim. 1,7).
Die Furcht schleicht um uns herum, die Furcht vor einem Krieg, dessen
wahre Waffen wir diesmal nicht kennen, dessen Gegengewalt uns unbekannt
ist. Biowaffen? Chemiesprengköpfe? Giftgas? Terrorakte ungeahnten
Ausmaßes? Auf beiden Seiten "in Gottes Namen" wird der
Hass geschürt. So regt sich in uns Christen die innere Stimme: Tu
was! Sag was! Die einen beten Friedensgebete, füllen Kirchen, laufen
schweigend mit Kerzen wie damals in Leipzig. Es hat doch schon 1x geklappt
damit, Widerstand ohne Gewalt, Leipzig, die Mauer ist weg -
"Oh Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens"... oft gehört,
ganz aktuell jedes Wort. "Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht
und treibt, ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?"
Und Jesus: "Selig sind die Friedfertigen..." Lasst uns aufstehen,
lasst uns Zeichen setzen, lasst uns Friedensfeuer anzünden: jeden
Samstag, 18.30 Uhr, rund um den ganzen Bodensee. Am 1, März geht
es los. Kommt alle, betet, schweigt, redet miteinander und hofft - ohne
Verzagtheit.
Gerdi Spengler
(Mitglied im ödp-Kreisvorstand)
Eriskirch