Kreisverband Bodenseekreis

 

+++ Leserbrief vom 18. Juli 2002 +++

zum Leserbrief von Christine Stuckenbrock: Sorgen um politische Kultur

Keine Manipulation durch Vorauswahl


Frau Stuckenbrock stellt das Demokratieverständnis der Betriebsseelsorge und der KAB infrage, weil zur Podiumsdiskussion eine Vorauswahl an Parteien getroffen wurde und die ödp und mindestens zehn weitere Parteien nicht auf dem Podium vertreten waren. Nach Presseberichten treten mindestens 15 Parteien zur Wahl an.

Die Veranstalter haben sich entschieden, mit den im Bundestag vertretenen Parteien zu diskutieren. CDU, SPD und Bündnis 90/Grüne sind gekommen. Durch diese Vorauswahl soll nicht manipuliert werden, sondern die stärksten Parteien in unserem Land erhalten die Möglichkeit, auf Bürger zu hören, was sie bewegt, und darzustellen, wie ihre Politik in den nächsten vier Jahren aussehen soll.

Wenn an einem Abend drei Themen: Arbeit, Familie und Gesundheit diskutiert werden, dann ist es eben auch eine Frage an die Zeitökonomie und Konzentration, nur begrenzt Kandidaten einzuladen. Von Manipulation, Bevormundung und Hilfe zum Wahlsieg kann nicht die Rede sein, haben wir doch beide großen Lager am Tisch gehabt

Den Veranstaltern kann nicht die Schuld in die Schuhe geschoben werden, wenn bestimmte Parteien über die Prozentklausel nicht hinauskommen. Da müssen sich die Parteien andere Wege und Mittel suchen, für ihr Parteiprogramm zu werben.


Werner Langenbacher
Betriebsseelsorge RV

(siehe auch Leserbriefantwort von Sylvia Hiß)