+++ Pressebericht vom 2. Juli 2001 +++
ödp: Jetzt ist Schluss - keine weitere Aufweichung des Nachtflugverbots
ödp lehnt Antrag der Flughafengesellschaft kategorisch ab.
"Was zählt
mehr: die Schlaf- und Ruhebedürfnisse von hunderten, wenn nicht tausenden
lärmgeplagter Einwohner in der Einflugschneise des Häfler Flughafens,
oder der - sicherlich nicht unberechtigte - Wunsch von einem Dutzend vorwiegend
Geschäftsreisender, abends möglichst früh zu Hause zu sein?"
Diese Frage stellte sich die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp)
auf ihrem letzten Treffen angesichts der von der Flughafengesellschaft
beantragten und vom Häfler Gemeinderat befürworteten Aushöhlung
des Nachtflugverbots am Häfler Flughafen um eine halbe Stunde. Dies
betrifft bekanntlich nur die letzte Maschine aus Basel, die nach Informationen
der ödp mit einem Dutzend Passagieren im Durchschnitt nur zu gut
einem Drittel ausgelastet ist.
Für die ödp ist klar: Wenn verschiedene Interessen aufeinanderstoßen,
müssen Kompromisse geschlossen werden, das heißt, die Anwohner
müssen ein gewisses Maß an Lärmbelästigung in Kauf
nehmen, aber auch die Fluggäste und die Flughafengesellschaft müssen
Einschränkungen akzeptieren. Die in den letzten Jahren geschlossenen
"Kompromisse" haben aber fast ausschließlich den Anwohnern
Zugeständnisse abgefordert. Deren Belastungsgrenze ist bereits erreicht,
wenn nicht gar überschritten. "Jetzt ist Schluß", so der
ödp-Kreisvorsitzende Roland Kaim, "wir können nicht akzeptieren,
dass von Jahr zu Jahr nach bewährter Salamitaktik der Kompromiss
weiter zu Lasten der Anwohner verschoben wird, wie in den letzten Jahren
mit schöner Regelmäßigkeit geschehen."
Die ödp ist deshalb strikt für die Beibehaltung des jetzigen
Nachtflugverbots und lehnt den Antrag der Flughafengesellschaft ohne jedes
wenn und aber ab. Sie steht damit auch weiterhin voll auf der Seite der
"Bürgerinitiative Schutz vor Lärm".