+++ Pressebericht vom 30. Januar 2001 +++
ödp fordert Gerechtigkeit für Familien
Weitgehende Übereinstimmung zwischen ödp und Deutschem Familienverband
"Kinder sind wie ein Sparbuch, auf das die Eltern einzahlen und von dem Kinderlose das meiste abheben." So charakterisierte die Landtagskandidatin der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp), Annedore Schmid aus Friedrichshafen-Kluftern, die heutige Situation von Familien. In dieser Analyse stimmen ödp und Deutscher Familienverband (DFV) überein.
Das wurde auf einer Informationsveranstaltung
der Partei deutlich, auf der neben Annedore Schmid und der ödp-Zweitkandidatin
Sylvia Hiß, ebenfalls aus Friedrichshafen, auch die Vorsitzende
des DFV-Kreisverbands Konstanz, Adeltraud Lehn, anwesend war und aus ihrer
30-jährigen Erfahrung im Einsatz für die Familien berichtete.
Der Deutsche Familienverband hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf die
Bedürfnisse, ja vielfach die Notlage der Familien aufmerksam zu machen
und einen tiefgreifenden Bewußtseinwandel in unserer Gesellschaft
herbeizuführen mit dem Ziel, langfristig die Situation der Familien
zu verbessern und mehr Gerechtigkeit zu erreichen.
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des
Deutschen Familienverbands ist die praktische Hilfe vor Ort, um zumindest
die schlimmsten Folgen der durch die verfehlte Bundes- und Landespolitik
- wovon Frau Lehn ausdrücklich auch die neue Regierung von SPD und
Grünen nicht ausnahm - im Einzelfall zu lindern. Für eine langfristige
Lösung dieses Problems ist nach ihrer Auffassung eine Politik nötig,
wie sie die ödp in ihrem Familienprogramm fordert, welches Annedore
Schmid ausführlich erläuterte: Die ödp will weder eine
Bekämpfung der Symptome noch Almosen für die Familie. Sie will
die Ursachen bekämpfen, die beispielsweise dazu führen, dass
heute 80 Prozent der Sozialhilfeempfänger Eltern, Alleinerziehende
und Kinder sind und dass viele Mütter im Alter von einer geringen
Rente leben müssen.
Diese liegen zum Großteil darin,
dass Eltern die Kosten für ihre Kinder fast alleine tragen müssen.
Noch immer ist nicht einmal das Existenzminimum für Kinder steuerfrei,
obwohl es bereits mehrfach vom Bundesverfassungsgericht eingefordert worden
ist. Das viel zu geringe Kindergeld ist in der Regel niedriger als diese
verfassungswidrig von den Eltern eingezogene Steuer - von einem wirklichen
Familienlastenausgleich kann also heute keine Rede sein. Darüber
hinaus wird die Erziehungsarbeit der Eltern, im Gegensatz zur Erziehung
in Kindergärten und Kindertagesstätten, von der Gesellschaft
nicht honoriert, was sich auch negativ auf die spätere Rente auswirkt.
Die ödp fordert in ihrem Programm einen echten Lastenausgleich, ein steuerfreies Existenzminimum für Kinder beziehungsweise ein entsprechend erhöhtes Kindergeld für diejenigen, die einen erhöhten Freibetrag nicht voll ausschöpfen können, ein Erziehungsgehalt, das sich am Durchschnittseinkommen orientiert, und eine deutlich stärkere Berücksichtigung der Erziehungszeiten bei der Rentenversicherung.
Die Diskussion am Ende der Veranstaltung
machte deutlich, dass die ödp die einzige landesweit zur Wahl antretende
Partei ist, die im Sinne des Deutschen Familienverbands für eine
gerechte Familienpolitik und damit langfristig für die Interessen
der ganzen Gesellschaft eintritt. Sie ist damit auch die einzige Partei,
von der sich die benachteiligten Eltern eine Verbesserung ihrer Situation
und Gerechtigkeit erhoffen können.
Auch wenn die Familienpoltik eine
ganz zentrale Rolle bei der ödp spielt, so ist dies doch nicht das
einzige Thema der Partei, wie der Kreisvorsitzende Roland Kaim schon in
seiner Begüßung deutlich gemacht hat: Die ödp hat das
C" zwar nicht im Namen", so charakterisierte er die Partei, aber es bestimmt
Denken und Handeln der Partei ganz entscheidend." Aus diesem Ansatz ergeben
sich die Kernthemen der Partei: neben Familienpolitik die Sicherung der
Zukunft, der Einsatz für eine saubere Umwelt, Tierschutz und eine
saubere Demokratie - ohne zwielichtige Parteispenden und ohne die enge
Verflechtung von Politik und Wirtschaft, dafür mit mehr Mitbestimmungsrechten
für die Bürger. Dies sind zum Teil Themen weiterer Vorträge,
die die ödp im Wahlkampf anbietet.