+++ Pressebericht vom 18. März 2001 +++
ödp fordert "neue Wege in der Politik"
Partei sieht sich als treibende Kraft - Zukunftsbündnis gegründet
"Neue Wege in der Politik" zeigte
der Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp)
mit seinem gleichnamigen Vortrag im Häfler Schloßgarten auf.
Schwerpunkte einer solchen neuen, zukunftsgerichteten Politik müssen
die Bereiche Umwelt- und Familienpolitik sowie die demokratische Erneuerung
unserer Gesellschaft sein, so die stellvertretende Kreisvorsitzende und
ödp-Landtagskandidatin Annedore Schmid in ihrer Begüßungsrede.
"Es gibt Lösungskonzepte", so die ödp-Politikerin und verwies
auf Wissenschaftler wie Ernst Ulrich von Weizsäcker, "allerdings
sind die großen Parteien nicht bereit, die nötigen Schritte
einzuleiten". Somit kommt der ödp die wichtige Rolle zu, die entscheidenen
Impulse für eine Erneuerung zu geben. Als treibende Kraft bei der
Gründung eines landesweiten Zukunftsbündnisses aus Umwelt- und
Familienverbänden gemeinsam mit kirchlichen Organisationen wie beispielsweise
Kolping hat sie bereits eine wichtige Grundlage dafür geschaffen.
Das gemeinsame Ziel: "So leben, dass Zukunft bleibt" - das Motto
der ödp, unter dem auch Annedore Schmid und die Zweitkandidatin Sylvia
Hiss in den Wahlkampf gezogen sind.
Als "Frühwarnsystem und Reißnagel im deutschen Parteiensystem"
kennzeichnete Uwe Dolata die Rolle seiner Partei. Eine unabhängige
Politik ohne Verpflichtung gegenüber irgendwelchen Lobbys sei heute
wichtiger denn je. "Wir sind die einzige Partei, die keine Firmenspenden
annimmt", so der Wirtschaftskriminalist, Korruptionsexperte und ödp-Fraktionsvorsitzende
im Würzburger Kreistag mit Blick auf die diversen Partei-Skandale
der jüngsten Zeit. Zur Stärkung der Demokratie sei darüber
hinaus ein Ausbau der Mitbestimmungsrechte der Bevölkerung unerläßlich.
Er verwies dabei auf die Blockadepolitik der Stuttgarter Landesregierung
in Bezug auf die Erleichterung von kommunalen Bürgerentscheiden,
wie sie die Initiative "Mehr Demokratie" unter maßgeblicher
Beteiligung der ödp - der ödp-Kreisvorsitzende Roland Kaim ist
beispielsweise die Kontaktperson im westlichen Bodenseekreis - anstrebt.
"Für uns Öko-Demokraten gibt es viel zu tun", so Dolata
und verwies auf die jüngsten düsteren Prognosen der Klimawissenschaftler,
auf das fortschreitende Artensterben, den misslungenen rot-grünen
Atomausstieg, die ökologisch nahezu wirkungslose und sozial völlig
ungerechte rot-grüne Variante einer ökologischen Steuerreform
und immer neue Skandale um unsere Lebensmittel.
Als Keimzelle unserer Gesellschaft braucht schließlich die Familie
endlich die Unterstützung, die ihr nach Auffassung aller Familienverbände,
aber auch des Bundesverfassungsgerichts zusteht, so Dolata. Die ödp
fordert hier unter anderem eine echte Wahlfreiheit der Eltern zwischen
elterlicher und fremder Erziehung. Dazu muß die einseitige Unterstützung
der außerhäuslichen Erziehung in Kindergärten und -tagesstätten
mit steuerlichen Mitteln auf die elterliche Erziehung ausgedehnt werden.
Am Schluß seines Vortrags ging Dolata auch auf das "Märchen
von der verlorenen Stimme" im Zusammenhang mit der Fünf-Prozent-Hürde
ein. Er verwies dabei auf außerparlamentarische Aktivitäten
und Erfoge der Partei, und zitierte die Süddeutsche Zeitung, die
für Bayern festgestellt hat, dass in den letzten Jahren "die
ödp mehr erreicht hat als die Opposition im Landtag". Ziel bleibe
natürlich weiterhin der Einzug in Landtage und Bundestag. Der völlig
überraschende Ausgang der Häfler OB-Wahl zeige, dass dies unter
Umständen schneller möglich sei, als von vielen erwartet.
"Das deutsche Parteiensystem braucht Impulsgeber und unabhängige
Kräfte", schloss Dolata den Vortragsabend, der mit einer interessanten
Diskussion endete.