+++ Pressebericht vom 16. Mai 2002 +++
Sylvia Hiß: Die Interessen der Bürger haben Vorrang
ödp fordert Gemeinderat auf, sich im Interessenkonflikt Eicher-Bürger auf Seite der Bürger zu stellen
"Wer hat mehr
Rechte, ein fremder Investor oder die Friedrichshafener Bürger?"
Nach Auffassung der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) entwickelt
sich die Auseinandersetzung um den geplanten Hotelkomplex im Fischbacher
Landschaftsschutzgebiet immer stärker hin zu einem Interessenkonflikt
zwischen dem Investor Kurt Eicher und der Häfler Bevölkerung.
Das wurde auf dem letzten Treffen der Partei in Friedrichshafen deutlich.
So haben sich in einer Umfrage der Schwäbischen Zeitung unter ca
1.100 Teilnehmern rund 60 Prozent gegen den dort geplanten Hotelkomplex
ausgesprochen. Die ödp wertet dies als eindeutiges Votum für
den weitgehenden Erhalt des hohen Freizeitwertes des jetzigen Frei- und
Seebads Fischbach und des dortigen naturnahen Uferbereichs. Eicher wiederum
denke als Unternehmer nur an seinen finanziellen Gewinn. "Mögliche
Nachteile für die hiesige Bevölkerung, wie den Verlust eines
naturnahen Uferbereichs oder steigende Verkehrsbelastung durch die angepeilten
500.000 Besucher pro Jahr, nimmt er dabei in Kauf - er wohnt ja nicht
hier", so die ödp-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis
Ravensburg Bodensee und Häfler Ortsvorsitzende Sylvia Hiß.
Dabei schrecke er scheinbar auch nicht davor zurück, die Stadt Friedrichshafen
unter Druck zu setzen: "Von einer Forderung über 250.000 Euro
ist die Rede, falls die Stadt den Vertrag kündigt. Über eine
Million Euro will er jährlich von der Stadt, wenn sie sich, dem Willen
der Bevölkerungsmehrheit folgend, seinem Wunsch nach einem Hotelkomplex
widersetzt" so Sylvia Hiß weiter. Das sollte den Verantwortlichen
zu denken geben: "Was ist von einem Investor zu halten, der auf den
Gemeinderat Druck ausübt mit dem Ziel, dass sich dieser über
den artikulierten Mehrheitswillen der Bürger hinwegsetzt?"
Die ödp fordert deshalb alle Verantwortlichen auf, dem Druck Eichers
nicht nachzugeben und den Willen der Häfler Bevölkerungsmehrheit
zu respektieren.