+++ Pressebericht vom 01. Juni 2005 +++
ödp-Kreisvorstand im Amt bestätigt
Sylvia Hiß führt den ödp-Kreisverband für weitere zwei Jahre
Alles beim Alten im Kreisvorstand, Überraschungen bei den Delegiertenwahlen
und harsche Kritik an der von Bundeskanzler Schröder geplanten Vorziehung
der Bundestagswahlen - so kann man die wichtigsten Ergebnisse der letzten
Kreisversammg der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) im
Häfler Schloßgarten zusammenfassen.
Im Mittelpunkt standen die turnusgemäß stattfindende Neuwahl
des Kreisvorstands und der Delegierten zu Bundes- und Landesparteitagen.
Bei den Vorstandswahlen wurden die Vorsitzende Sylvia Hiß, ihre
Stellvertreterin Annedore Schmid, Kreisschatzmeister Peter Strötz
(alle aus Friedrichshafen), sowie Schriftführer Wilhelm Amann (Meckenbeuren)
und Beisitzerin Gerdi Spengler (Eriskirch) in ihren Ämtern bestätigt.
Einige neue Gesichter gibt es dagegen bei den neuen Delegierten zu den
Bundes- und Landesparteitagen: Hier vertreten den Kreisverband in Zukunft
Sylvia Hiß, Gerdi Spengler und Peter Strötz (Bundesparteitag)
sowie Annedore Schmid, Christa Stier de Parra, Gerdi Spengler und Udo
Ulrich Schultze (Landesparteitag).
Auf Auf dem Foto sind von links nach rechts: Annedore Schmid, Gerdi Spengler,
Sylvia Hiß (vordere Reihe), Wilhelm Amann, Peter Strötz (hintere
Reihe)
Zuvor hatte Sylvia
Hiß nochmals die letzten beiden Jahre aus ödp-Sicht Revue passieren
lassen: Der Kreisverband war mit zahlreichen Informationsveranstaltungen
und Infoständen an die Öffentlichkeit getreten und hat sich
- ebenso wie einzelne Mitglieder -in verschiedenen Bürgerinitiativen
engagiert. Höhepunkt des letzten Jahres waren natürlich die
Europa- und Kommunalwahlen, wo die ödp ihre Mandate im Kreistag (Annedore
Schmid) und Häfler Gemeinderat (Sylvia Hiß) verteidigen konnte.
Der besondere Dank der Kreisvorsitzenden ging an Peter Glökler aus
Markdorf, der auch bei diesen Wahlen wieder, wie schon vielfach zuvor,
die zeitintensive und verantwortungsvolle Aufgabe der Wahlleitung übernommen
hatte und an Peter Strötz für seine Pressearbeit und die Pflege
der Kreisverbandshomepage (www.oedp-fn.de).
Darüber hinaus hat sich der Kreisverband aber auch wiederholt in
die ödp-interne Diskussion und Programmarbeit auf Ebene der Bundespartei
eingeschalten, so zum Beispiel mit dem vom Bundesparteitag angenommenen
Antrag eines Wahlrechts ab Geburt" - ein Thema, über das andere Parteien
noch diskutieren, die ödp hat es aufgrund der Initiative des Kreisverbands
im Programm.
Für viel Diskussionsstoff hat ein anderer beim Bundesparteitag eingereichter
Antrag des Kreisverbands gesorgt, der dort allerdings keine Zustimmung
gefunden hat: ein neues Konzept zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
mit einigen schon detailiert ausgearbeiteten Ansätzen, die zum Teil
mittlerweile von Politikern anderer Parteien in die öffentliche Diskussion
eingebracht wurden. Trotz der Ablehnung durch den Bundesparteitag ist
der Kreisverband in dieser Frage aber auch auf eine hohe Resonanz und
viel Zustimmung gestoßen, wie zahlreiche e-mails berweisen, die
der Kreisverband in den letzten Monaten erhalten hat - besonders aus dem
Landesverband Sachsen. Für Sylvia Hiß ist die Sache deshalb
noch nicht gelaufen: Sie verspricht: Wir bleiben am Ball!" Mit der Erklärung
"Gemeinsam gegen Extremismus - für Demokratie und Toleranz"
aller demokratischen Parteien in Friedrichshafen wurde erstmals eine parteiübergreifende
Initiative gestartet, an der sich auch die ödp beteiligt hat und
die wegweisend sein kann für eine künftige Zusammenarbeit der
Parteien in fundamentalen Themenfeldern, unabhängig von sonstigen
politischen Meinungsunterschieden.
Zu später Stunde befasste sich die Kreisversammlung noch mit den
nächsten Bundestagswahlen. Die geplante Vorverlegung dieser Wahlen
stieß auf harsche Kritik. Die ödp hält dies unter demokratischen
Gesichtspunkten für äußerst bedenklich und nennt dazu
drei Gründe: Das Verfahren ist vermassungsmäßig sehr bedenklich
- der kurzfristige Wahltermin verhindert bei allen Parteien eine ausführliche,
der Bedeutung dieser Wahl angemessene Auseinandersetzung mit dem jeweiligen
Wahlprogramm - und erschwert den kleinen Parteien erheblich die Teilnahme
an den Wahlen, da diese für die nur von ihnen geforderte Sammlung
von Unterstützungsunterschriften jetzt bedeutend weniger Zeit zur
Verfügung haben.
Die ödp hat deshalb noch nicht entschieden, ob sie überhaupt
an diesen Wahlen teilnehmen wird bzw kann.