Kreisverband Bodenseekreis

Die hier vorgestellten Ansätze geben den aktuellen Stand der Diskussion in unserem Kreisverband zu diesem Thema wieder und stellen noch kein fertiges Konzept dar. Weitere Ansätze wurden zwar bereits in unserem Kreisverband diskutiert, die Diskussion darüber befindet sich aber noch in einem so frühen Stadium, dass wir zu diesem Zeitpunkt noch von einer Veröffentlichung absehen wollen. Diese Seiten werden aber zu gegebener Zeit (erst nach den Landtagswahlen) aktualisiert und erweitert.

 

Das Konzept des ödp-Kreisverbands umfasst drei konkrete Ansätze:

  1. Einführung einer echten „sozialen Marktwirtschaft“:
    Analog zu einer „ökologischen Marktwirtschaft“ müssen sich in einer „sozialen Marktwirtschaft“ die sozialen Folgekosten unternehmerischen Handelns für das Unternehmen finanziell bemerkbar machen (Verursacherprinzip). Auf die Arbeitslosigkeit bezogen bedeutet das: Ein Unternehmen, das Personal abbaut und damit die gesellschaftlichen Kosten der Arbeitslosigkeit erhöht, darf nicht mehr, wie bisher, dafür belohnt werden mit niedrigeren Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung, sondern muss höhere Beiträge bezahlen (und umgekehrt).
    Erreicht werden kann dies mit der Möglichkeit, Arbeitskosten zu einem bestimmten Prozentsatz von der Steuerschuld abzuziehen. Zum Ausgleich des damit verbundenen Steuerausfalls wird eine andere Steuer im (gesamtgesellschaftlich) gleichen Umfang neu eingeführt bzw erhöht.
    (Nähere Erläuterung)
  2. Einführung eines echten „Arbeitsmarktes“:
    Der Preis für Arbeit muss auf den Marktwert gesenkt werden. Dieser wird durch Angebot und Nachfrage geregelt. Der Teil der heutigen Arbeitskosten, der diesen Marktwert übersteigt, entspricht einer indirekten Beteiligung der Arbeitnehmer an den Kapitalerträgen, also einer Beteiligung am „Lohn der Maschinen“. Diese Beteiligung ist im Prinzip gerechtfertigt und muss erhalten bleiben, aber sie darf künftig nicht mehr an den Lohn gebunden sein.
    Auf Arbeitgeberseite ist sie durch eine lohnunabhängige Steuer / Abgabe zu ersetzen.
    Auf Seite der Bürger muss sie durch ein Bürgergeld für alle, also auch für Kinder, abgelöst werden. Dadurch erhält die ödp-Familienpolitik eine 3. Säule (neben Kindergeld und Erziehungsgehalt).
    (Nähere Erläuterung)
  3. Einführung neuer Regelungen zur Gestaltung von Managergehältern:
    Die erfolgsabhängige Komponente von Managergehältern ist anders zu definieren. Sie darf künftig nicht mehr allein von der Gewinnentwicklung und der Entwicklung der Aktienkurse beeinflusst werden, sondern auch von der Entwicklung der Zahl von Arbeitsplätzen.
    (Nähere Erläuterung)

Neben diesen konkreten Ansätzen muss auch die Grundsatzfrage diskutiert werden: Sind wir angesichts der steigenden Globalisierung und neuer billiger Konkurrenz aus Osteuropa zu einer langfristigen Absenkung unseres Wohlstands bereit? Diese, zugegeben unpopuläre Frage ist nicht nur eine unausweichliche Notwendigkeit der veränderten weltwirtschaftlichen Lage. Sie folgt auch aus der Erkenntnis, dass eine Angleichung der Lebensverhältnisse in den reichen und armen Ländern nicht auf unserem Niveau stattfinden kann, allein schon aus ökologischen Gründen und wegen der Beschränktheit der Ressourcen.
(Nähere Erläuterung)

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