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ÖDP/parteilos teilt Bedenken der Bürgerinitiative Strandbad

Die zahlreichen Proteste gegen die geplanten Umbaumaßnahmen des Häfler Strandbads treffen bei der Fraktionsgemeinschaft ÖDP/parteilos auf offene Ohren. Die Fraktionsgemeinschaft kann den Unmut der Bürger über zu versetzende Bäume und Rückbau der Stufen nämlich sehr gut nachvollziehen. Ihre drei Vertreter standen den Plänen von Anfang an kritisch gegenüber und haben auch als einzige im Februar bei der Abstimmung im Gemeinderat nicht zugestimmt.

Dr. Marion Morcher nannte es damals in ihrer Fraktionserklärung „nicht verständlich, weshalb Bäume versetzt werden sollen, anstatt die baulichen Pläne den vorhandenen gewachsenen Strukturen anzupassen“. Kritisch sieht die Fraktionsgemeinschaft auch das Vorhaben, das gesamte Ufer abzuschrägen und damit die bisherigen Sitzstufen zu entfernen. Die Abschrägung birgt außerdem die große Gefahr, dass die weitläufige Wurzeln der wunderschönen Bäume in Mitleidenschaft gezogen werden und letztendlich doch gefällt werden müssen. ÖDP/parteilos stimmen damit mit den Hauptanliegen der Bürgerinitiative überein. In der aktuellen Diskussion weitgehend unberücksichtigt - aber hoch problematisch - ist die geplante Kiesaufschüttung. Sie ist für das umliegende Schilfgebiet und damit für die Kinderstube von Wasserbewohnern eine absolute Katastrophe. Die dafür verteilten Ökopunkte bezeichnet Dr. Marion Morcher als „Ablasshandel“.

Das Engagement der Bürger in dieser Sache begrüßt die Fraktionsgemeinschaft als Zeichen für gelebte Demokratie und Ausdruck des mündigen Bürgers. Die Stadt Friedrichshafen wäre gut beraten, ihre Entscheidung nochmal ernsthaft zu überdenken und die Kritik und Anregungen der Bürger ernst zu nehmen - nicht nur mit kleinen kosmetischen Korrekturen, sondern grundsätzlicher Art. Dr. Morcher erinnert dabei an den Vergleich mit dem BUND bzgl des geplanten Hotelbaus beim ehemaligen Diakonissenheim in Fischbach. Die Stadt hätte sich diesmal viel Ärger ersparen können, wenn sie im Vorfeld Umweltgruppen wie den BUND zu Rate gezogen und in die Entscheidung eingebunden hätte. Daraus sollte die Stadt gelernt haben.

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